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BottropGesundheit

22.09.2017

14 Betroffene diskutieren mit Staatssekretär im NRW-Gesundheitsministerium zum Arzneimittelskandal

14 vom Bottroper Arzneimittelskandal Betroffene konnten am heutigen Freitag mit dem Staatssekretär im nordrhein-westfälischen Gesundheitsministerium, Dr. Edmund Heller, über ihre Probleme und Erfahrungen diskutieren. Der Bottroper CDU-Bundestagsabgeordnete Sven Volmering hatte das Gespräch im Düsseldorfer Ministerium vermittelt und nahm hieran auch selbst teil. Ursprünglich war geplant, dass Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann selbst das Gespräch wahrnimmt, was aber aufgrund kurzfristiger Termine nicht möglich war. Laumann musste Ministerpräsident Armin Laschet in Bochum auf einer Kundgebung zur geplanten Fusion des Stahlkonzerns Thyssen Krupp mit der indischen Tata vertreten.

Sven Volmering zu dem Gespräch:

„Der Arzneimittelskandal bewegt die Menschen in Bottrop und weit darüber hinaus. Damit sich so etwas nicht wiederholen kann, ist es von größter Bedeutung, dass wir den Fall mithilfe der Betroffenen aufarbeiten und uns als Politik Gedanken machen, wie wir Wiederholungen verhindern können. Vor zwei Wochen sprachen wir mit Ingrid Fischbach, der Patientenbeauftragten der Bundesregierung, über die Angelegenheit und nun bin ich Staatssekretär Edmund Heller sehr dankbar, dass auch er sich die Zeit genommen hat, sich die Erfahrungen der Betroffenen anzuhören.“

Dr. Edmund Heller, Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, ergänzt:

„Bei den Vorgängen rund um die Alte Apotheke in Bottrop steht der Verdacht eines ungeheuerlichen Verbrechens im Raum. Offenbar wurde hier mit hoher krimineller Energie mit dem Leben von Menschen gespielt. Das muss lückenlos aufgeklärt werden. Die möglicherweise betroffenen Menschen sollen wissen: Wir lassen sie nicht alleine mit ihren Sorgen und Ängsten.“

Bereits am 8. September fand auf Initiative Volmerings ein Gespräch mit den Selbsthilfeverbänden in Bottrop statt. An diesem nahm Ingrid Fischbach, die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, teil. Sie sicherte damals zu, dass der Bund Gesetzeslücken auf Basis der Anklageschrift gegen den Bottroper Apotheker ausmachen und Reformvorschläge ausarbeiten möchte. So solle das Vertrauen in den Berufsstand der Apotheker wieder hergestellt werden.